Tierheilpraktiker

TierheilpraktikerViele Menschen sind enttäuscht von den Methoden und Sitten der “evidenzbasierten” Medizin/”Schulmedizin” – nicht nur, wenn es um die eigene Gesundheit geht, sondern auch, wenn das eigene Haustier betroffen ist.

Der Verzicht auf “pharmakologische Kanonen” (Zitat aus Paracelsus’ Information zur Tierheilpraktiker-Ausbildung 1. Halbjahr 2015, S. 10) und ganzheitliches Behandeln, welches die Wirkung natürlicher Mittel und Wirkungsmechanismen ausnutzt, hat nicht nur den Vorteil, dass der Organismus des Tiers, welcher bei Kaninchen und Zwergkaninchen besonders empfindlich ausgeprägt ist, geschont wird: Alternativmedizinische und naturheilkundliche Heilverfahren sowie Physiotherapie können auch finanzielle Vorteile mit sich bringen.

Tierärzte und Naturheilverfahren / Alternativmedizin

Viele Tierärzte sind naturheilkundlich orientiert, verzichten bei Kaninchen und Zwergkaninchen auf den Einsatz chemischer “Hämmer”, ziehen chemischen Medikamenten wie etwa Antibiotika pflanzliche Mittel bzw. andere natürliche Behandlungsmethoden vor und verzichten auf Impfungen, soweit es geht.

Was ist ein Tierheilpraktiker?

Tierheilpraktiker müssen keinen Studiengang der Veterinärmedizin absolvieren, um praktizieren zu dürfen. Sie eignen sich das erforderliche Wissen entweder im Selbststudium, im Präsenzunterricht an einer Heilpraktikerschule oder per Fernkurs (was einem Selbststudium entspricht) an und absolvieren unterschiedliche Praktika sowie Prüfungen, in welchen sie ihr Wissen und Können unter Beweis stellen. Es gibt unterschiedliche Heilpraktikerschulen, welche unterschiedliche Schwerpunkte für Tierheilpraktiker und den Erwerb entsprechender Zertifikate anbieten. Außerdem können sich Tierheilpraktiker ihre individuellen Schwerpunkte erarbeiten (beruflicher Alltag, Buchwissen und Fortbildungen bzw. gezielter Besuch von Seminaren).

Was der Tierheilpraktiker nicht darf

Beim Tierheilpraktiker sind Sie falsch, wenn eine Operation oder Kastration des Tiers notwendig ist. Außerdem dürfen Tierheilpraktiker keine Tiere impfen. (Impfungen sind bei Zwergkaninchen und Kaninchen, die in der Wohnung gehalten werden, nicht notwendig, wobei auch diese Aussage umstritten ist.)

Tierheilpraktiker können Tierheime leiten und eigene Tierheilpraktikerpraxen führen. Außerdem stehen ihnen viele andere Möglichkeiten der Berufsausübung zur Verfügung, von welchen jedoch nicht immer alle mit den Idealen jedes Einzelnen zu vereinbaren sind.

Wann ist der Tierheilpraktiker dem Tierarzt vorzuziehen?

Im Notfall bzw. akuten Krankheitsfall sollten Sie sich an einen Tierarzt wenden, da es bei Kaninchen und Zwergkaninchen häufig zu spät ist, sobald das Tier Krankheitsanzeichen zeigt.

Wenn der Tierarzt bei chronischen Krankheiten nicht mehr weiterhelfen kann, kann ein Tierheilpraktiker möglicherweise hilfreiche Anregungen geben. Außerdem kann ein Tierheilpraktiker Kaninchenhalter beim Krallenschneiden helfen (wer diese Prozedur lieber selber durchführen will, findet auf dieser Seite eine Anleitung zum Krallenschneiden) sowie individuell auf das Tier abgestimmte Ernährungsberatung bieten. Tierakupunktur, Tier-Physiotherapie sowie –Verhaltensberatung sind weitere mögliche Einsatzgebiete von Tierheilpraktikern. Achten Sie auf die Spezialisierungen bzw. Fachgebiete des einzelnen Tierheilpraktikers.

Eine aktuelle Liste mit Tierheilpraktikern in Deutschland, welche auf die Behandlung von Zwergkaninchen und Kaninchen spezialisiert sind, finden Sie hier:

https://www.wohnungskaninchen.de/tierheilpraktiker-mit-spezialgebiet-kaninchen-und-zwergkaninchen/

Bild: © WavebreakMediaMicro – Fotolia.com

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